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Neumünster als Hochschulstandort – Traum oder realistisch? (25.01.11)

Neumünster als Universitätsstadt – ein alter Traum, ein bereits einmal gescheiterter Traum. Wieso ist das Thema auf einmal wieder aktuell? Was hat sich geändert, dass diesmal die Erfolgsaussichten besser sind?

Der Bildungsstandort Schleswig-Holstein steht vor Herausforderungen: Durch die Verkürzung der Gymnasialzeit schrittweise in allen Bundesländern und die Aussetzung der Wehrpflicht zusammen mit der Forderung nach mehr und höher qualifizierenden Bildungsabschlüssen werden in den nächsten Jahren mehr junge Menschen einen Studienplatz suchen. Die Bundesregierung reagierte auf diese Vorausschau mit einem Programm für zusätzliche Studienplätze. Das Land hat sich noch im alten Jahr dazu durchgerungen, die für Schleswig-Holstein vorgesehenen 9700 zusätzlichen Plätze nicht an andere Länder abzugeben, sondern im Land die entsprechenden Studienangebote zu schaffen. Das kostet Geld, aber das Bildungsangebot ist auch die entscheidende Investition in die Zukunft.

Am bequemsten ist eine Verteilung dieser Plätze auf die 3 bestehenden Universitäten und 11 anderen Hochschulen, die sich auf zahlreiche Städte im Land verteilen, allen voran Kiel mit bereits etwa 28.000 Studierenden.

Bildung findet im Verbund verschiedener Einrichtungen statt. Das spricht für die bestehenden Hochschulorte, aber der Verbund besteht nicht nur mit Hochschulen, sondern auch mit allgemeinbildenden Schulen, beruflicher Bildung und der Wirtschaft. Und es gibt eben einen größeren Wirtschaftsstandort im Land, ausgestattet mit vier Gymnasien, zwei Gemeinschaftsschulen und drei beruflichen Schulen an denen man die Qualifikation für eine weiterführende Ausbildung erwerben kann und der bisher genau diese weiterführenden Ausbildungsgänge nicht anbieten kann.

Hier wollen wir uns keine neue Universität im Wettbewerb mit den bestehenden vorstellen, es sollte noch nicht einmal eine eigenständige Hochschule sein. Aber für Fachrichtungen, in denen in Neumünster ein umfangreiches berufliches Bildungsangebot bereits besteht, ist es nahe liegend und sinnvoll, die weiterführenden Studiengänge hier anzusiedeln. Ebenso gibt es starke wirtschaftliche Schwerpunkte in Neumünster wie die Logistik, die nicht nur eine fundierte Grundlage für entsprechende Ausbildungsgänge bieten, sondern natürlich anschließend die gut ausgebildeten Absolventen benötigen.

Zentrale Lage, exzellente Verkehrsanbindung, gute Infrastruktur sind in vieler Hinsicht Neumünsters stärken. Genau diese sind auch für einen Hochschulstandort interessant. Die Studierenden wollen von ihren Heimatorten unproblematisch zum Studienort gelangen. Aber auch vernetzte Studiengänge mit den Hochschulen in Kiel, Hamburg oder Flensburg verlangen schnelle Verkehrsverbindungen. Nicht zuletzt bietet der Wohnungsmarkt in Neumünster eine preiswerte Alternative zu großen Hochschulstädten.

Für die Studenten mag das ja alles sehr vorteilhaft sein, aber was hat die Stadt Neumünster davon? Ist das wieder nur ein teures Prestigeprojekt? Nein, ganz im Gegenteil. Die Finanzierung der Hochschulen ist Ländersache, dieses Programm finanziert sogar der Bund zu großen Teilen. Dieses Geld fließt dann für jeden hier zu schaffenden Studienplatz nach Neumünster, hier entstehen interessante neue Arbeitsplätze, hier ziehen Studenten her, die eine Wohnung mieten und hier einkaufen und auch der eine oder andere Gast von auswärts wird zusätzlich kommen.

Alle Beteiligten können hier nur gewinnen. Nun gilt es schnell zu sein. Die meisten der 9700 Plätze sind schon anderen Standorten versprochen. Einige hundert könnten schrittweise in Neumünster entstehen. Neumünsters Beitrag muss so schnell wie möglich ein überzeugendes Konzept sein. Welche Studiengänge und Ausbildungskonzepte lassen sich in dem vorhandenen Umfeld vorteilhaft ansiedeln und welche räumliche Möglichkeiten sind am Ort vorhanden, um dieses in naher Zukunft umzusetzen. Verwaltung und Rat haben angefangen nachzudenken, viel Zeit bleibt nicht, dann müssen Ergebnisse vorgewiesen werden, wenn diese einmalige Chance nicht ungenutzt verstreichen soll.

Verfasser: Dr. Wolfgang Stein, FDP-Vorstandsmitglied


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