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Presse vom 07.02.2014:

Tourismusmarketing - Ein professioneller Anbieter muss nicht alles neu erfinden

Auf deutlichen Widerspruch bei der FDP sind die Äußerungen des Oberbürgermeisters zum Tourismusmarketing für Neumünster gestoßen. „Der Oberbürgermeister ist in dieser Hinsicht leider schlecht informiert. Die Erfahrungen von z.B. Malente zeigen, dass freie Anbieter für einen vertraglich fixierten Betrag umfangreichere Leistungen erbringen können. Das liegt vor allem daran, dass diese Unternehmen nicht nur an einem Ort tätig sind, viele erforderliche Einrichtungen immer in gleicher Weise benötigt werden und so Synergieeffekte nutzbar werden.

„Wir erwarten dass der Oberbürgermeister Beschlüsse der Ratsversammlung aktiv umsetzt und nicht mit Argumenten, die keine Mehrheit gefunden hatten erneut in Zweifel zieht.“ Das erklärten FDP-Fraktionschef, Stefan Kommoß und Kreisvorsitzender Dr. Wolfgang Stein in einer gemeinsamen Presseerklärung.

Dem Oberbürgermeister sei zum einen vorzuhalten, dass er beim Thema Tourismusmarketing und Tourismusmanagement geltendes Kommunalrecht außer Acht lasse. Die Schleswig-Holsteinische Kommunalverfassung, schreibe in § 2 eindeutig vor: „Bevor die Gemeinde eine öffentliche Aufgabe übernimmt, die zu erfüllen sie nicht gesetzlich verpflichtet ist, hat sie zu prüfen, ob die Aufgabe nicht ebenso gut auf andere Weise, insbesondere durch Private, erfüllt werden kann.“ Diese Vorschrift sei verbindlich und lasse keinen Auslegungsspielraum zu, so die FDP.

Zum anderen ignoriere der OB auch die sachlich-inhaltlichen Gründe, die für eine Ausschreibung sprächen. Duzende Tourismusorte die jeder kenne, von Westerland bis Usedom, von Glücksburg bis in den Harz, die Lutherstadt Wittenberg und darüber hinaus, hätten sich entschieden, Tourismusmarketing als externe Dienstleistung einzukaufen.

Davon zu sprechen, dass das zur Verfügung stehende Budget von 200.000 Euro pro Jahr nicht ausreiche und mit deutlich höheren Kosten zu rechnen sei, sei pure Stimmungsmache, die mit nichts belegt werden könne. Das Gegenteil sei richtig, wie das Beispiel des Tourismusortes Malente beweist.

Malente habe sich nach ständigen Kostenüberschreitungen im Jahr 2000 entschieden, das ganze Paket „Tourismusmarketing“ europaweit auszuschreiben. Seitdem habe man dort, nach Aussage des Bürgermeisters Michael Koch eine verlässliche Kostensituation und insgesamt gesenkte Kosten. Die Übernachtungen seien seit 2000 von 200.000 auf 400.000 gesteigert worden. Neben dem normalen Marketing und Internetauftritt werde auch in den anderen vom Anbieter betriebenen Standorten für Malente geworben. Der Dienstleister erhalte einen Bonus auf die erhöhten Übernachtungszahlen, die vom erhöhten Kurtaxaufkommen, das der Stadt zufließe, deutlich übertroffen würde.

Gerade in den bekannten Tourismusorten werde Tourismusmarketing zunehmend nicht mit eignem städtischem Personal betrieben. „Warum Neumünster glaubt, es mit eigenem städtischen Personal besser zu können und das Rad neu erfinden zu müssen, ist uns schleierhaft“, so die FDP-Politiker.
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